FAMILIE & KINDER

Wenn sich die Familie verändert

Veränderungen innerhalb einer Familie bringen oft viele Fragen mit sich.

Besonders dann, wenn Eltern vor schwierigen Entscheidungen stehen oder sich nach einer Trennung neue Wege im Familienalltag finden müssen.

Viele Mütter und Väter wünschen sich in dieser Zeit vor allem eines:

Dass ihre Kinder trotz der Veränderungen Sicherheit, Stabilität und verlässliche Beziehungen erleben können.


Doch genau das ist oft leichter gesagt als getan. Zwischen eigenen Emotionen, organisatorischen Herausforderungen und unterschiedlichen Vorstellungen geraten Eltern häufig unter Druck.

Eltern bleiben Eltern

Eine Partnerschaft kann enden.

Die gemeinsame Verantwortung für die Kinder bleibt.

Gerade nach einer Trennung stehen Eltern vor der Aufgabe, neue Formen des Miteinanders zu entwickeln.


Wie können Entscheidungen getroffen werden?

Wie lassen sich Konflikte reduzieren?

Wie gelingt Kommunikation, wenn die Beziehungsebene belastet ist?

Wie können Kinder entlastet werden, ohne die eigenen Bedürfnisse aus dem Blick zu verlieren?


Auf diese Fragen gibt es selten einfache Antworten.

Jede Familie bringt ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Herausforderungen und ihre eigenen Möglichkeiten mit.


Was Kinder in Zeiten der Veränderung brauchen

Kinder benötigen keine perfekten Eltern.

Sie brauchen Erwachsene, die Verantwortung übernehmen und Orientierung geben.

Kinder profitieren davon, wenn sie spüren:

  • Ich darf beide Eltern lieben.
  • Ich bin nicht verantwortlich für die Konflikte der Erwachsenen.
  • Meine Bedürfnisse werden gesehen.
  • Es gibt verlässliche Strukturen.
  • Die Erwachsenen kümmern sich um die wichtigen Entscheidungen.


Dabei geht es nicht darum, Schuldige zu finden.

Es geht darum, Wege sichtbar zu machen.

Wenn Konflikte die Familie belasten

Manchmal stehen nicht die Kinder im Mittelpunkt der Belastung, sondern ungelöste Konflikte zwischen den Erwachsenen.

Missverständnisse, Verletzungen oder unterschiedliche Vorstellungen können dazu führen, dass Gespräche schwierig werden und Entscheidungen immer schwerer fallen.


In solchen Situationen hilft es oft, einen Schritt zurückzutreten und den Blick wieder auf das zu richten, was langfristig wichtig ist.


Nicht jede Meinung muss gleich sein.

Nicht jede Entscheidung fällt leicht.

Doch ein respektvoller Umgang schafft eine wichtige Grundlage für die Zukunft.

Häufige Anliegen

  • Wir finden keine gemeinsamen Lösungen für die Kinder.
  • Übergaben verlaufen konfliktreich.
  • Unsere Kommunikation funktioniert kaum noch.
  • Wir haben unterschiedliche Vorstellungen von Erziehung und Betreuung.
  • Die Kinder geraten zwischen die Fronten.
  • Wir möchten als Eltern wieder besser zusammenarbeiten.




Familie neu gestalten

Familien verändern sich.

Neue Strukturen entstehen.

Rollen verändern sich.

Gewohnheiten müssen angepasst werden.

Dieser Prozess braucht Zeit, Orientierung und tragfähige Vereinbarungen.

Es geht nicht darum, perfekte Lösungen zu finden.

Es geht darum, Wege zu entwickeln, die für die beteiligten Menschen und insbesondere für die Kinder langfristig tragfähig sind.

Wichtiger Hinweis: 
Eine Mediation bietet Klärung und Struktur, ersetzt jedoch keine psychotherapeutische Begleitung und keine individuelle rechtliche Vertretung.

Geförderte Familienmediation

In bestimmten Fällen besteht die Möglichkeit in Österreich, eine vom  Bundeskanzleramt geförderte Familienmediation in Anspruch zu nehmen – abhängig von der Anzahl der Kinder und dem  gemeinsamen Familieneinkommen.

Wann ist geförderte Mediation möglich?

Wenn Elternteile vor einer Trennung oder Scheidung stehen und keine Einigung in folgenden Bereichen erzielen können:

  • Vermögensaufteilung
  • Unterhalt
  • Besuchsrecht
  • Obsorge
  • Fragen rund um gemeinsame Kinder


Wie funktioniert die geförderte Mediation?

Die Mediation wird im Rahmen einer Co-Mediation von zwei qualifizierten Mediator:innen durchgeführt:

Eine Person mit psychosozialer Ausbildung (z. B. Sozialarbeit, Psychologie, Therapie)

Eine Person mit juristischer Ausbildung (z. B. Rechtsanwalt:in, Richter:in)

Beide verfügen zusätzlich über eine anerkannte Mediationsausbildung, sind in der Mediator:innenliste des Bundesministeriums für Justiz eingetragen und Mitglied eines Co-Mediations-Verbandes. Sie besitzen die offizielle Ausübungsbefugnis für geförderte Familienmediation.

Warum Co-Mediation?

Co-Mediation bietet:

  • einen multiprofessionellen Zugang
  • wissenschaftlich erprobte Methoden
  • die Vorteile interdisziplinärer Zusammenarbeit
  • eine ausgewogene Sicht auf psychosoziale und rechtliche Aspekte


Ich arbeite in diesem Rahmen mit meiner Kollegin Michaela Christina Wehrl zusammen – gemeinsam begleiten wir Sie professionell und empathisch durch den Mediationsprozess.

Michaela Wehrl Sozialpädagogin eingetragene Mediatorin

Meine Co-Mediatorin Michaela Wehrl

Dipl. Sozialpädagogin & eingetragene Mediatorin

Motivation & Haltung

Konflikte sind stetige Begleiter – sei es im Beruf oder im Privatleben. Sie können lästig sein oder auch sehr belastend  und manchmal dazu führen, dass man gar nichts anderes mehr wahr nimmt. Durch meine Arbeit als Sozialpädagogin hat sich meine persönliche Einstellung zu Konflikten geändert. Die Ausbildung und Tätigkeit als Mediatorin hat diese noch gefestigt. Ich sehe Konflikte nun als Herausforderung und als Chance über sich selbst hinauszuwachsen indem man sein eigenes Konfliktverhalten und seine Kommunikationsfähigkeit reflektiert und verändert. Weil das ohne eine neutrale Person oft schwer fällt, möchte ich Sie dabei unterstützen, nicht nur das Licht am Ende des Tunnels zu sehen, sondern all Ihre Ressourcen wahr zu nehmen und zur Lösung des Konfliktes zu nutzen. Sie werden erkennen, dass sich dort wo der Konflikt besteht auch die Lösung findet.